Menschen mit großem Pitta-Anteil sind temperamentvoll, zuweilen hitzig,
haben einen scharfen Intellekt und legen Wert auf Ästhetik. Ein
Musikstück zum Ausgleich von erhöhtem Pitta muß über seine kühlende und
besänftigende Wirkung hinaus die zuvor genannten Eigenschaften dieser
starken Persönlichkeiten ansprechen, sonst bleibt es ungehört. Mit
ihren charakteristisch näselnden, obertonreichen Klängen und ihren
großen Variationsmöglichkeiten im Spiel ist die Sitar hier eine
vortreffliche Wahl. Bei der im Alap verwendeten Surbahar handelt es
sich um eine Art Baß-Sitar; sie ist größer als die Sitar, ihre Bünde
liegen weiter auseinander, und sie ist mit dickeren Saiten bespannt,
wodurch ihr Klang tiefer und sehr beruhigend wirkt. Bei der Surbahar
wie bei der Sitar laufen die Melodiesaiten nur über die linke
Bundhälfte und können beim Spiel über die rechte freie Hälfte mehr oder
weniger stark gezogen werden, was ein Gleiten durch feinste
Tonhöhennuancen innerhalb eines Intervalls von bis zu drei Ganztönen
ermöglicht. Im Alap, Jod und Jhala ist Raga Ahiri auf der Surbahar zu hören. In den Kompositionen des Gat spielt Kushal Das den Raga Charukeshi auf der Sitar.
Künstler: Kushal Das (Sitar), Abhijit Banerjee (Tabla).
Audio CD
Anzahl Disks: 1
Label: Healing Sounds of Ayurveda