Um ein erhöhtes Vata auszugleichen oder gar nicht erst entstehen zu lassen, wurde der Raga Madhuvanti ausgewählt, der klassisch in die Stunden des späten Nachmittags gehört. Die Wahl des Instruments fiel auf die Bansuri (Bambusflöte), die zu den ältesten und ursprünglichsten Instrumenten zählt. Auf ihr lassen sich sonore, weiche und langgezogene Töne erzeugen, die beruhigend wirken und eine sehnsüchtige Note in sich tragen. In der indischen Mythologie wird sie mit Lord Krishna in Verbindung gebracht, der als Hirtenjunge des Nachts in den Wäldern von Vrindaban seelenvolle Melodien erklingen ließ. Der Reichtum an feinen Tonhöhennuancen wird durch eine subtile Blastechnik und graduelles Abdecken der sieben Grifflöcher erreicht, was jahrzehntelange Übung erfordert. Der Rhythmus wird durch schnelle Bewegungen der Zunge realisiert. Der Flötist benutzt verschiedene Bambusflöten für die verschiedenen Tonlagen, die er auch innerhalb eines Ragas auswechselt. Das Bild zu Madhuvanti ist ein Jüngling, der an einem ruhigen, warmen Nachmittag allein am Fluß abseits jedweder Zivilisation sitzend auf die Ankunft der Geliebten wartet.
Künstler: Pandit Ronu Majumdar (Bambusflöte), Durga Prasad Majumdar (Tabla), Satyajit Talwalkar (Tabla).
Audio CD
Anzahl Disks: 1
Label: Healing Sounds of Ayurveda